Energieschonender Spaß, auch bei hohen Temperaturen in Deutschland

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Zum vierten Mal hat das Berliner Unternehmen Ice Business AG Ende November 2009 für den Remscheider Weihnachtsmarkt eine 600 Quadratmeter große Eisbahn im Zentrum der Stadt installiert. Und wie in den Jahren zuvor erfreute sie sich auch 2009 einer großen Beliebtheit.
„Wir haben einen Tag für den Unterbau benötigt, dazu noch mal einen dreiviertel Tag für die
Eisbahntechnik", sagt Andreas Meike vom Remscheider Stadtmarketing, „dann haben wir nach und nach Wasser eingeleitet und es anfrieren lassen. Am Montag konnten wir dann eröffnen."
Dass dieses klappen würde, daran bestand seinerzeit trotz ungewöhnlich hoher Temperaturen von fast 17 Grad zum Zeitpunkt kein Zweifel, denn immerhin hat das Aluminiumsystem auch bei 25 Grad Celsius immer noch eine hundertprozentige Eisgarantie. Mitbewerber mit anderen Eisbahnen-Systemen in der Region versuchten mit dem Ankarren von tonnenweisem Chrashed-Ice die Eröffnung Ihrer Pfützen-Eisbahnen in letzter Minute noch zu retten, leider meist vergebens. Weiterer Pluspunkt des Alu-Systems: Gegenüber früher eingesetzten Methoden werden bis zu 40 Prozent Energie gespart, was die Geldbeutel der Betreiber und die Umwelt schont.

Doch es ist längst nicht mehr die reine Eisbahn, für die sich die Ice Business AG verantwortlich zeichnet. Projektleiter Robert Buchner: „Wir liefern für unsere Kunden auch den notwendigen hölzernen Unterboden, Zelte und Hütten, sowie die Traversentechnik mit Sound- und Lichtsystemen, die erlauben, die Eisbahn und die entsprechenden Events in Szene zu setzen.
Im Mittelpunkt steht aber immer das Eis. Rund 30.000 Quadratmeter und somit die momentane Kapazität baut das Unternehmen in der Hauptsaison auf.
Das reicht für 60 Eisbahnen. Viele davon stehen in den Innenstädten, andere zum Beispiel im alten, nun leerstehenden Hangar des Flughafens Berlin-Tempelhof.

Eine lohnende Investition

Für die Kommunen bedeutet das, sich schon frühzeitig um eine Reservierung kümmern zu müssen. „Wir beginnen immer schon im März und April mit den Planungen für das kommende Jahr", erklärt Meike vom Remscheider Stadtmarketing. „Dann beginnt immer auch schon die Suche nach Sponsoren für die Bandenwerbung, denn schließlich gilt es, ein Projekt in einer Größenordnung von rund 120.000 Euro zu stemmen."
Eine lohnende Investition ist das allemal, denn immer mehr Städte erkennen, wie sehr eine Eisbahn das innerstädtische Event Weihnachtsmarkt und damit die gesamte Kommune stärkt. Meike: „Mit der Eisbahn läuft das Event deutlich besser, sie steht im Mittelpunkt und
ist der größte Anziehungspunkt. Das aber nicht nur für die Remscheider, denn rund ein Drittel der Besucher kommt aus dem Umland, manche sogar aus den Niederlanden."
Sie alle freuen sich auf den Sport und den Spaß, aber auch auf die Unterhaltung und Erholung, die eine Eisbahn bieten.

Die passenden Zahlen liefert Buchner: „Es gibt Untersuchungen der Uni im holländischen Breda, nach denen Besucher von Märkten mit Eisbahnen im Schnitt über 20 Euro ausgeben. Insgesamt werden rund um das Event innerhalb einer Saison durchschnittlich 1,4 Millionen ausgegeben, wobei 60 Prozent angeben, dass gerade die Eisbahn sie zum Kommen
bewegt hat."