Kiel: Mobile Alu-Eisbahn trotzt Wind und Wetter

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Ice-World Alu-Eisbahn trozt Wind und WetterIce Business AG realisiert mit 800 m² eine der größten mobilen Eisbahnen weltweit

Im Zuge des Kieler Stadtwerke Eisfestivals realisierte die Ice Business AG eine temporäre Eisbahn. Als Vertrauensbeweis gewährte die Stadt Kiel zusätzliche 100 Quadratmeter Platz, sodass mit 800 Quadratmetern eine der größten mobilen Eisflächen weltweit entstand.
Die Eisfläche konnte nun abgeteilt werden, so dass Eislaufen und das beliebte Eisstockschießen gleichzeitig möglich war. Für diesen Auftrag verwendete das Unternehmen aus Berlin und Regensburg erstmals in Kiel die patentierte und faltbare, mobile Eisbahn aus Aluminium von Ice-World. Dabei achtete man auch auf den Umweltfaktor: Seit dem 1. November 2009 betreibt Ice-World Windkraftanlagen, die so viel Energie produzieren, wie alle weltweit vermieteten Eisbahnen gemeinsam verbrauchen. Insgesamt liefern die Windkraftanlagen drei Gigawatt grüner Energie: „Die Umwelt ist uns wichtig. Der komplette Stromverbrauch unserer Alu-Eisbahnen wird mit CO2-neutraler, grüner Energie von unseren Windkraftanlagen kompensiert", so Robert Buchner von der Ice Business AG.

Höchst zufrieden ist das Stadtmarketing Kiel: „Die Entwicklung zu einer größeren moderneren Eisfläche in Kombination mit dem schönen Pagodendorf hat zu einer höheren Genuss- und Aufenthaltsqualität geführt. Die Eisqualität war zum Glück so gut, dass uns die Kieler trotz der überdurchschnittlich vielen Regentage die Treue gehalten haben und wir keinen Rückgang an Besucher zu verzeichnen hatten", so Johannes Hesse, Geschäftsbereichsleiter Stadt- und Citymanagement Kiel.

Das Eisfestival in Kiel fand nun schon das elfte Mal statt, so dass es Zeit für eine Modernisierung des Pistensystems war. Aufgrund unserer erstklassigen Referenzen im Bereich mobiler Eisbahnen entschied man sich im November 2009 nun, die mobile Eisbahn aus Aluminium anzufordern. Vorteil ist neben dem niedrigen Energieverbrauch eine 100-prozentige Eisgarantie, auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen.
Und mit dem Wetter hatte man in Kiel durchaus zu kämpfen: Sowohl Regen als auch orkanartige Windstöße begleiteten die Installationsarbeiten. Die Fläche musste innerhalb kürzester Zeit aufgeeist werden, die Problematik des Windes ist, dass er die Kälte von der Fläche nimmt. Somit war Geduld gefordert, bis die eingesetzten Kühlrohre überfrieren konnten. Auch der norddeutsche Regen stellte das Ice Business-Team vor eine Herausforderung: Während eine Eisstärke von sieben Zentimetern optimal ist, kann die Fläche durch das zusätzliche Wasser zu dick geraten. Doch auch diese Aufgabe wurde gemeistert - die erreichte zehn-Zentimeter-Eisstärke entsprach letztlich der Regel.
„Wir haben uns natürlich am Markt umgehört und haben uns letztendlich wegen zahlreicher Empfehlungen für ein moderneres und wirtschaftlicheres System entschieden. Man muss nicht Physik studiert haben, um zu begreifen, dass ein dünnwandiges Aluminiumrohr die Kälte besser leitet als ein Gummischlauch. ", erzählt der Mieter und Betreiber der Eisbahn, Lars Bracker vom Eventbüro Kiel.
Neben dem Gefrierungsprozess und der Dicke spielt auch die Ausrichtung der Eisbahn eine wichtige Rolle: Da die Arbeiten mitten in der Kieler Innenstadt stattfanden, wurde die Eisfläche auf einem Pflasterstein-Untergrund errichtet. Bei kleinsten Unebenheiten der 32 Bodenplatten, auf denen sich das Wasserbett erstreckte, wäre es zu entsprechenden Unregelmäßigkeiten auf der späteren Eisfläche gekommen. Dies hätte sich unter anderem auf das dort stattfindende Eisstockschießen negativ ausgewirkt. Da bei einer insgesamt 40 Meter langen Eisbahn eine Kontrolle per Wasserwaage nicht mehr möglich ist, wurde daher per Rotationslaser die gesamte Fläche ausgelasert.

Innerhalb von neun Tagen konnte das komplette Eisfestival inklusive der 800 Quadratmeter großen Bahn für Schlittschuhläufer und Eisstock-Turniere fertig gestellt werden. Rund 14.400 Meter Kühlrohre verlegte man für das Projekt, drei aufeinander optimal abgestimmte Kühlaggregate froren das in mehreren Schichten aufgetragene Wasser mit -12 Grad Celsius ein.